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Stellungnahme der Allianz Pro Sexwork zu einer möglichen Gesetzesänderung in Vorarlberg 2023

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Stellungnahme der Allianz - VBG Antrag
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Filmabend: Meine Stunden mit Leo und Noah im Leokino

 

„Ich hatte noch nie einen Orgasmus”, gesteht die verwitwete und pensionierte Lehrerin Nancy (Emma Thompson) dem attraktiven, jungen Callboy Leo Grande. Er soll ihr eine neue Welt der Lust eröffnen. "Meine Stunden mit Leo” ist ein wirklich sehenswerter britischer Film, in dem es um Tabuthemen wie die Sexualität von älteren Frauen und Sexarbeit geht.

 

In einer Diskussion nach dem Film wird uns Callboy Noah aus Düsseldorf Einblicke in seine Arbeit geben. Ist der Film für ihn realistisch? Ist Nancy eine typische Kundin? Warum wird er als Callboy anders behandelt als seine weiblichen Kolleginnen?

 

Callboy Noah arbeitet für die Agentur Callboyz.net.

 

 

Details zum Event

 

6. November 2023

Beginn: 20 Uhr

Ort: Leokino, Anichstraße 36, 6020 Innsbruck

 

 

Details zum Film

 

Regie: Sophie Hyde

GB, 2022

Dauer: 97 Min.

Englisches Original mit dt. Untertiteln

 

Reservierungen ab einer Woche vorher bitte direkt über das Leokino.

 

Eine Veranstaltung von iBUS, gefördert mit Mitteln des Landes Tirol und der Tiroler Versicherung.

Sexarbeit und Beziehung: Filmvorfühung und gespräch mit Pa!

 

Am 10.10. Um 19:30 im Cafe Lotta

 

Hallerstraße 1, 6020 Innsbruck

 

“Auf Grund von unserem Beruf, dem damit behafteten Stigma und internalisierten Vorurteilen sind Sexarbeitende oft mit toxischen Beziehungsdynamiken konfrontiert und finden uns oftmals in Situationen wieder, in denen wir unsere Partner*innen weiterbilden müssen. Und das natürlich nur, wenn wir uns dazu entschließen, offen mit unserem Beruf umzugehen.”

 

Dieser Kurzfilm soll unseren Beziehungsmenschen und allen anderen dabei helfen, ihre Vorurteile zu bearbeiten und gleichzeitig unsere Community stärken.

 

 Bei der Filmvorführung wird Pa!, ein*e der Produzent*innen des Films anwesend sein und anschließend mit uns über das Projekt und die Thematik Sexarbeit und Beziehung sprechen.

 

sugar pa! queer, shameless whore and creative slut, educator, writer, artistic activist, performer (at work and in life) the future can only be non-binary!

 

past collaborations with fusion festival, at.tension festival, maiz & das kollektiv care-flechtungen-kämpfe verbinden, raumschiff Linz sex, love intimacy, Salon Souterrain, Tummies and Moods., TÜWI wien, arse electronica festival

 

Eine Veranstaltung von iBUS (Innsbrucker Beratung und Unterstützung von Sexarbeiter*innen) und IWW (Industrial Workers of the World) Innsbruck.

 

Gefördert mit Mitteln des Landes Tirol und der Tiroler Versicherung.

 

ibus podcast folge 5: Sexualbegleitung

Die fünfte Folge unseres Podcasts beleuchtet das Thema Sexualbegleitung, ein Bereich der Sexarbeit,

der oft wenig Beachtung findet. Zu diesem Zweck haben wir mit zwei Expertinnen gesprochen: Angie,

eine erfahrene Sexualbegleiterin, und Eva van Rahden, Zuständige für den Lehrgang Sexualbegleitung

der Volkshilfe Wien/Sophie. In diesem Gespräch wird die Relevanz der Sexualbegleitung im breiteren

Kontext der Sexarbeit erörtert, wobei auch praxisorientierte Überlegungen zur Sprache kommen.

ibus podcast folge 4: Nothing about us without us

Die vierte Folge unseres Podcasts heißt „Nothing about us without us“ - das ist ein Slogan aus der Sexarbeitsbewegung und bedeutet, dass nicht über Sexarbeit berichtet werden soll, ohne Sexabeitende einzubinden. Da Sexarbeit in Österreich nur eine selbständige Arbeit sein kann, können sich Sexarbeiter*innen nicht in Gewerkschaften zusammenschließen. Deshalb haben Sexarbeiter*innen in den letzten Jahrzehnten überall auf der Welt Selbstorganisation gegründet, die Interessensverbände sind, aber meistens keine Gewerkschaften. Als Gewerkschaften kennen wir z.B. Otras in Spanien, aber auch STRASS in Frankreich.

Wir haben mit 3 österreichischen Selbstorganisationen: das sexworker.at Forum, Red Edition, und dem Queer Sexworkers Collective gesprochen sowie mit der größten deutschsprachigen Selbstorganisation BesD in Deutschland.

interview mit ibus in der aktuellen "Tirolerin"

ibus podcast folge 3: Pflichtuntersuchung

Willkommen zu der 3. Folge des iBUS-Podcasts. Heute sprechen wir über die in Österreich verpflichtenden Untersuchungen von Sexarbeitenden. Aktivist*innen und Sexarbeiter*innenselbstorganisationen betrachten diese als eine Form von struktureller Gewalt gegen Sexarbeitende. Wir unterhielten uns mit Vertreter*innen der Sexarbeiter*innenselbstorganisationen.

iBUS presseaussendung zum 2. Juni 2023

Nächstes iBUS Event: 1. Juni 2023: Vortrag über Sexualbegleitung

 

Recht auf Sexualität und sexuelle Selbstbestimmung ist ein menschliches Grundrecht und Bestandteil der Menschenwürde. Auf dieser Grundhaltung basiert das Angebot der Sexualbegleitung und Sexualassistenz.

 

Auch Menschen mit Behinderung, alte und pflegebedürftige Menschen haben ein Bedürfnis nach Berührung und Sex, tun sich aber oft schwer, diesem nachzugehen, da sie oft in großer Abhängigkeit und mit vielen Einschränkungen leben müssen und Sexualität, sowie Sexualbegleitung, nach wie vor sehr tabuisierte Themen sind.

 

Sexualbegleiter*innen sind Sexarbeiter*innen und fallen in Österreich unter die Prostitutionsgesetze. In Tirol ist es sogar so, dass Sexualbegleitung nur in genehmigten Bordellen legal möglich ist. Eine klare Abgrenzung zwischen Sexarbeit und Sexualbegleitung ist nicht möglich, die Grenzen sind oft fließend. Sexualbegleitung wird in der Gesellschaft jedoch eher akzeptiert als die oft sehr ähnliche Arbeit von Sexarbeiter*innen in Bordellen.

 

Folgende Fragen werden im Vortrag diskutiert: Was ist Sexualbegleitung? Ist Sex ein Grundbedürfnis des Menschen? Wie schaut die rechtliche Lage in Österreich und spezifisch in Tirol aus?

 

Der Vortrag richtet sich an alle an dem Thema Interessierten sowie Betroffene selbst, Mitarbeitende in Pflege-, Alten- und Behinderteneinrichtungen, Sexualpädagog*innen, Angehörige von Betroffenen. Am Ende des Vortrags wird es auch Platz für Fragen aus dem Publikum geben.

 

Das Haus der Begegnung ist barrierefrei. Bei Bedarf nach Gebärdendolmetsch bitte bis 17.5. Mai melden unter: ibus@aep.at

 

 

Die Vortragenden:

 

Eva van Rahden, Sozialarbeiterin. Lehrgangsleitung Sexualbegleitung/Sexualassistenz. Langjährige Leiterin der Beratungsstelle Sophie der Volkshilfe Wien.

 

Angie ist eine österreichische Sexualbegleiterin und Sexualassistentin und erzählt aus der Praxis.

 

 

Die Veranstalterin:

 

iBUS (Innsbrucker Beratungsstelle für Sexarbeiter*innen) ist eine vom Bund, Land Tirol und der Stadt Innsbruck geförderte Einrichtung des AEP (Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft), die akzeptierende und aufsuchende Sozialarbeit macht und anonyme und kostenlose Beratung für Sexarbeiter*innen bietet. Mehr Informationen unter www.aep-ibus.at

Folge 2: Strukturelle Gewalt in der Sexarbeit

Die 2. Folge des iBUS-Podcasts handelt von struktureller Gewalt im Bereich der Sexarbeit. Wir haben hierfür mit vier Sexarbeitenden gesprochen, die in dieser Episode über die Omnipräsenz von struktureller Gewalt in der Sexarbeit sprechen und von Diskriminierungen gegenüber Sexarbeitenden berichten.

Folge 1: Sexarbeit in Tirol und Österreich

Willkommen beim iBUS Podcast! Dank einer Förderung durch die Tiroler Kulturinitiativen (TKI) können wir einen sechsteiligen Podcast anbieten. Der heutige erste Podcast handelt von Sexarbeit in Österreich und spezifisch von Tirol. Wir werden uns die Lage hier genauer anschaun und auch auf die Probleme eingehen, die es hier gibt. Mit dabei ist die Sozialwissenschaftlerin Helga Amesberger.

Kein leichtes Mädchen. Käuflicher Liederabend

Kunstlieder sind, wenn man so will, die Popsongs der klassischen Musik. Kurze Stücke erzählen in wenigen Minuten die großen und kleinen Geschichten unseres Lebens.
Für die Ausarbeitung eines zeitgemäßen Liederabends bekam ich 2022 ein Arbeitsstipendium vom Land Tirol. Dieses Stipendium beinhaltete unter anderem das Erstellen eines Textes. Um diesen erstellen zu können habe ich mit Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern in Österreich und Deutschland Interviews geführt. Mich interessierten die Menschen hinter dem Beruf der Sexarbeiterin/des Sexarbeiters. Es entstand das Stück: 


„Elisabeth de Roo: kein leichtes Mädchen. Käuflicher Liederabend."


Regie: Thomas Lackner 
Produktionsleitung: Susanne Weissbacher 
Klavier: Vyara Shuperlieva 

 

*

Das Thema Sexarbeit beschäftigt mich schon lange. Hauptsächlich, weil ich oft in der Früh um 05.00 Uhr den Zug von Innsbruck nach Salzburg nahm. Beim meinem Weg zum Bahnhof kam ich immer wieder am Innsbrucker Straßenstrich vorbei (den es damals noch gab). Mein anerzogenes Bedürfnis allen und jeden zu grüßen, führte dazu, dass ich auch die Sexarbeiterinnen grüßte. Sie grüßten zurück und aus dem Gruß wurde ein „Wie gehts?“ und hin und wieder ein kurzes Gespräch und die Frage, wie es den Kindern oder der Familie geht.Im Rahmen des Stipendiums wollte ich erfahren: Was sind das für Menschen? Welche Träume haben sie, welche Schwierigkeiten? Besonders beschäftigte mich aber die Stigmatisierung dieser Menschen. 
Eine Sexarbeiterin sagte mir: „Der Ausstieg aus der Sexarbeit ist nicht deshalb so schwer, weil fiese Zuhälter mich nicht gehen lassen (dies wäre nämlich keine Sexarbeit, sondern Menschenhandel und somit eine Straftat) sondern, weil die Gesellschaft es mir schwer macht. Viele von uns haben große Angst vor den Reaktionen, wenn sie ehrlich sagen, welchem Beruf sie nachgehen und wissen einfach nicht was sie bei einem Vorstellungsgespräch auf die Frage: „Wo haben Sie die letzten Jahre gearbeitet?“ antworten sollen. Und wenn wir es dann doch sagen, will uns oft niemand mehr haben.“ Diese Worte berührten mich und beschäftigten mich bis heute.

Viele Monate begleitet mich in meinem Kopf  und in den Gesprächen meiner InterviewpartnerInnen das Thema Sexarbeit. Nicht selten, wenn ich meinen Bekanntenkreis an meinen Überlegungen teilhaben ließ, entstand eine abendfüllende Diskussion. Dabei fiel mir auf, in welch fahlem Licht viele Menschen Sexarbeiter:innen sehen, ohne jemals selbst wissentlich mit einer Sexarbeiterin/einem Sexarbeiter gesprochen zu haben. Das Kunstlied hingegen erstrahlt für mein Umfeld im goldenen Glanz der klassischen Musik; dabei beschreibt es nicht selten in schönen Worten unsere tiefsten menschlichen Abgründe. Diesen scheinbaren Kontrast zwischen dem Kunstlied und der Sexarbeit finde ich unheimlich eindrucksvoll. 

„Die Engel Gottes sagen dieweil in stiller Nacht, wie rote Augen drangen Metalle aus dem Schacht. UND WÄRS DOCH MEIN“ (Johan von Eichendorff/Robert Schumann)

Die Lieder helfen meiner Figur, der Sängerin und Sexarbeiterin Felicitas, ihre verschiedenen Gefühlszustände auszudrücken und zugleich beschreiben sie die einzelnen Momente und die sich aufspannenden Abgründe in ihrem Leben. 
Bei Wilhelm Schlegels Schmetterling, vertont von Franz Schubert, beneidet Felicitas die jungen Mädchen und Burschen, die ausgehen und sich ausprobieren: „Immer schöner glänzen meine bunten Flügel, immer süsser hauchen alle kleinen Blüthen. Ich nasche die Blüthen, ihr könnt sie nicht hüten“. Ihr Scham und ihre Angst als Sexarbeiterin enttarnt und öffentlich bloß gestellt zu werden, drückt sie in Friedrich Rückert’s Worten aus: „Blicke mir nicht in die Lieder, meine Augen schlag ich nieder. Wie ertappt auf böser Tat.“, vertont von Gustav Mahler. Und wenn Sara Teasdale schreibt: „let it be forgotten, as a flower is forgotten, forgotten as a fire that once was burning gold.“, eine Komposition von Georg Crumb, fleht sie das Leben an, Dinge ungeschehen zu machen, oder sie zumindest vergessen zu dürfen. Ein Wunsch der für Felicitas nicht in Erfüllung geht.    

*
Die gleicherweise erschütternden wie berührenden Erzählungen dieser Menschen hab ich in einen Monolog zusammengefasst und diesen mit Kunstliedern verstärkt oder reduziert. Die einzelnen Berichte der Sexarbeiter:innen fließen so zu einem Handlungsstrang zusammen, und werfen auch auf die verwendeten Kunstlieder einen ganz eigenen Schatten. Aus den Ausführungen der interviewten SexarbeiterInnen entstand die Geschichte einer jungen, alleinerziehenden und hochverschuldeten Mutter, die in der Sexarbeit eine Möglichkeit sieht, ihrer hoffnungslosen Situation zu entfliehen.Anfangs gelingt es ihr ihren Beruf vor ihrem privaten Umfeld zuverbergen, doch dann fragen sie ihre Kinder : „Mama, was sind Hurenkinder?“. Der entwürdigende Begriff „Hurenkinder“ ist für mich deshalb soerschütternd, weil er offensichtlich auch im 21. Jahrhundert immer noch Anwendung findet. Ich verfolge das Ziel „die Seele“ und die Verletzlichkeit der Sexarbeiter:innen zu zeigen, die mir ihre Geschichten erzählt haben und dem Liederabend eine neue Aufführungsform bieten.

Ich sage voller Freude: „Ich bin Sängerin.“
Sexarbeiter:innen wagen es meist nicht auszusprechen, welchem Beruf sie nachgehen.
Sie fürchten die gesellschaftliche Ausgrenzung, die Stigmatisierung.
Diese Tatsache macht mich betroffen.

 

Tickets

17.4. 19 Uhr im Treibhaus: ÜBER DAS HURENSTIGMA UND ANDERE GRAUSAMKEITEN – Erzählcafé mit Liedern

(c) Andreas Gilgenberg

 

ÜBER DAS HURENSTIGMA UND ANDERE GRAUSAMKEITEN – Erzählcafé mit Liedern

 

THORJA VON THARDOR UND ELISABETH DE ROO

 

Die Beratungsstelle iBUS und die Sängerin Elisabeth de Roo laden am 17.4. um 19 Uhr zu einem gemeinsamen Abend mit Liedern und Publikumsgespräch ins Treibhaus ein.

 

Elisabeth de Roo`s neuestes Werk „Kein leichtes Mädchen. (Käuflicher) Liederabend“, ein Stück bestehend aus Monologen und Kunstliedern und ist dem Thema Sexarbeit gewidmet. Das Stück feiert am 21.4. im Treibhaus Premiere.

 

Die klassische Sängerin hat sich in den letzten 12 Monaten intensiv mit dem Beruf Sexarbeit, vor allem aber mit den Menschen die diesen Beruf ausüben, auseinandergesetzt. Im Zuge ihrer Recherche hat sie mit vielen Sexarbeitenden gesprochen. Die gleicherweise erschütternden wie berührenden Erzählungen dieser Menschen flossen so zu einem Handlungsstrang zusammen und werden im Rahmen eines Liederabends aufgeführt. Aus den Ausführungen der interviewten Sexarbeiter*innen entstand die Geschichte einer jungen, alleinerziehenden und hochverschuldeten Mutter, die in der Sexarbeit eine Möglichkeit sieht, ihrer hoffnungslosen Situation zu entfliehen.

 

Ich sage voller Freude: „Ich bin Sängerin.“ Sexarbeiter*innen wagen es meist nicht auszusprechen, welchem Beruf sie nachgehen. Sie fürchten die gesellschaftliche Ausgrenzung, die Stigmatisierung.“ (Elisabeth de Roo, 2023)

 

Unsere gemeinsame Veranstaltung am 17.4. ermöglicht interessierten Personen mehr über die Entstehungsgeschichte und die Hintergründe des Stückes zugefahren. Hierfür haben wir Thorja von Thardor eingeladen, eine Sexarbeiterin, die aus ihrem Lebensalltag erzählen wird. Thorja war die erste Interviewpartnerin von Elisabeth de Roo und im Entstehungsprozess des Stückes eingebunden. Durch das Gespräch führt eine Sozialarbeiterin der Einrichtung iBUS (Innsbrucker Beratung und Unterstützung für Sexarbeiter*innen).

 

Liebes Publikum, im Salon des Treibhauses machen wir es uns gemeinsam gemütlich. Wie immer gibt es für Sie die Möglichkeit Fragen zu stellen und natürlich wird auch die ein oder andere Kostprobe aus dem Stück zu hören sein. Wir freuen uns auf Sie, Ihre Fragen und auf einen schönen, gemeinsamen Abend mit Ihnen allen.

 

 

Gefördert mit Mitteln des Landes Tirol.

 

Weitere Infos über das Stück finden Sie hier.

10 Jahre ibus

Hier könnt ihr sehen, was wir in den letzten 10 Jahren so alles gemacht haben (oder direkt auf Youtube):

Sous la paillettes la rage - 10 jahre iBUS am 13. Januar 2023

Vor 10 Jahren hat der AEP mit dem Aufbau von ibus (Innsbrucker Beratung und Unterstützung für Sexarbeiter*innen) begonnen. Es waren 10 intensive, anstrengende, schöne, krisen.feste und lustvolle Jahre – das wollen wir gemeinsam mit einem glitzernden Programm in der p.m.k. feiern.
Wir beginnen mit dem Programm pünktlich um 20:30 in dieser Reihenfolge:
Film: CROSSINGS ist ein von Sexarbeiter*innen produzierter Dokumentarfilm über die Auswirkungen der Kriminalisierung auf migrantische Sexarbeiter*innen in Europa sowie deren Widerstände.
Performance: In der partizipativen Performance THERE ARE CERTAIN RULES gibt die Performer*in und Sexarbeiter*in Aaron Einblicke in die Arbeit in einem Stripclub. Es werden dabei zum einen der Aspekt der repetitiven körperlichen Arbeit und zum anderen die teils misogynen und sexistischen Arbeitsbedingungen aufgezeigt.
Live: ROLLTREPPE kommen aus Wien und machen wavigen Post-Punk.
Auflegerei: Das YOLO COLLECTIVE, ein queerfeministisches, furchtloses DJ Duo mischt mit Latin Beats, Cumbia, Electro, Hip-Hop und Reggaeton garantiert jede Party auf.
Ein Highlight des Abends wird unsere SEX TOY TOMBOLA, wo ihr aufregende Sachpreise gewinnen könnt.
Und was darf bei der Party des Jahres nicht fehlen…KARAAAOOOKE. Ab der Geisterstunde bis hinein ins Morgengrauen.
* Sous les paillettes, la rage! (Unter dem Glitzer, die Wut) ist angelehnt an den situationistischen 68´er Slogan „Sous les pavés, la plage“ (Unter den Kopfsteinpflastern, der Strand) und bezieht sich auf den Kampf um Gleichberechtigung und Anerkennung von Sexarbeitenden und LGBTIQ+. Gleichzeitig erinnert der Slogan an den queeren antirassistischen Stonewall-Aufstand an dem auch Sexarbeitende maßgeblich beteiligt waren.

 

2022

Presseaussendung zum 17.12.2022

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Presseaussendung 17. 12. 2022
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Jetzt erhältlich - ibus kalender 2023

Ab sofort erhältlich - das Ergebnis des partizipativen Kunstprojekts "Visual Solidarity": ein Kalender für das Jahr 2023!

 

Der Preis beträgt €5,- zuzüglich Versandkosten (in Ö €3,-, EU €6,50).

 

Der Gewinn geht an Selbstorganisationen von Sexarbeitenden in Österreich.

 

Bei Interesse bitte schreibt uns: ibus@aep.at und bestenfalls schickt ihr gleich eure Adresse mit und die Zahlungsbestätigung.

 

Überweisungen mit dem Verwendungszweck "Kalender" an:

 

Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft

 

IBAN: AT59 2050 3002 0010 1061

 

BIC: SPIHAT22

 

Soli-Taschen und T-Shirts

Man kann folgende T-Shirts und Taschen bei uns bestellen. Die Einnahmen kommen den Sexarbeits-Selbstorganisationen in Österreich zu Gute.

 

T-Shirt rot mit Aufdruck "Decriminalize Sexwork" gibt es (nur) in unisex S, M und L.

T-Shirt rot mit Aufdruck "Sex work is work" gibt es (nur) in unisex S, M und L.

 

T-Shirt weinrot mit Aufdruck "Decriminalize Sexwork" gibt es (nur) in fitted S, M und L.

T-Shirt weinrot mit Aufdruck "Sex work is work" gibt es (nur) in fitted S, M und L.

 

T-Shirt grau zweifärbiger Aufdruck "Decriminalize Sexwork" gibt es in fitted und unisex S, M und L.

 

Taschen in 4 Farben: naturweiß (nur mit Aufdruck "Decriminalize Sexwork"), sowie in minzgrün, weinrot und altrosa mit jeweils beiden Aufdrucken.

 

T-Shirt Solipreis: €20,-

Taschen Solipreis: €12,-

 

Zuzüglich Versandkosten in Ö €3,- und EU-weit €6,50.

 

Bei Interesse (bitte spezifizieren welche Farbe, Größe und Motiv) am besten gleich mit Adresse und Überweisungsbestätigung: ibus@aep.at

 

Überweisungen mit dem Verwendungszweck "Soli Shirts" an:

 

Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft

 

IBAN: AT59 2050 3002 0010 1061

 

BIC: SPIHAT22

 


Unsere Models sind schlank und tragen fitted/ schmal geschnitten M und unisex S (rote Shirts).

Vortrag am 19.10.2022: "...denn sie hatte ihr Angesicht verdeckt" (Gen 38,15) Prostitution in biblisch-theologischer und ethischer Perspektive"

Über Jahrhunderte hat die Kirche mit ihrer Morallehre dazu beigetragen, Sexualität zu stigmatisieren. Sex und Prostitution gelten immer noch als Tabuthema in der Kirche, obwohl Prostituierte sogar im Stammbaum von Jesu aufscheinen und in der Bibel zu finden sind. Die evangelische Theologin und Pastorin Nathalie Eleyth wird für uns dieses Spannungsfeld - das Bild der Prostituierten in der Bibel, die Sexualethik der Kirche und aktuelle gesellschaftspolitische Diskussionen -  beleuchten. Sie setzt sich kritisch mit theologischen-biblischen Leitbildern von Sexualität auseinander und es werden ethische Perspektiven hinsichtlich der Kategorien Körperlichkeit, Gendergerechtigkeit und Selbstbestimmung vorgestellt. Warum es in Bochum einen „Hurengottesdienst“ gibt und warum sie meint, die Kirche brauche einen nüchternen Blick auf Sexualität, wird sie mit uns auch im Anschluss an den Vortrag diskutieren.

 

Die Vortragende

Nathalie Eleyth wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Nach dem Studium der Evangelischen Theologie und Religionswissenschaft arbeitete sie zunächst vier Jahre als Jugendpastorin in Krefeld. Neben Aufgaben in universitärer Lehre und Forschung erarbeitet Nathalie Eleyth gegenwärtig ihre Dissertation am o.g. Lehrstuhl zu Fragen einer theologisch-ethischen Bewertung von Prostitution und ist Redakteurin der theologischen Fachzeitschrift „Zeitschrift für Evangelische Ethik".

 

Die Veranstalterinnen:

iBUS (Innsbrucker Beratung und Unterstützung für Sexarbeiter*innen) ist eine 2013 gegründete Beratungsstelle für aktive oder ehemalige Sexarbeitende, die beim Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft (AEP) angesiedelt. Wir machen auch Öffentlichkeitsarbeit und Multiplikator*innentraining, um zu einer Entstigmatisierung dieses Berufsfeldes beizutragen.

 

Die Katholische Frauenbewegung (kfb) ist eine Gemeinschaft von Frauen, die sich aktiv in Kirche, Gesellschaft und Politik für die Anliegen von Frauen einsetzt. Ihr feministisches Selbstverständnis findet Ausdruck in ihrem Engagement für Geschlechtergerechtigkeit auf allen Ebenen von Kirche und Gesellschaft ebenso wie in ihrer Spiritualität.

 

Wann? 19.10.2022 um 19 Uhr.

Wo? „Forum“. Haus der Begegnung. Rennweg, Innsbruck

Fotoausstellung - Kronenzeitung Berichtet

6.10.: Fotoausstellung

 

 

SEX-WORKERS Fotoausstellung - Das ganz normale Leben

 

Vernissage und Künstlergespräch mit Tim Oehler und Protagonist*innen

 

iBUS – die Innsbrucker Beratungsstelle für Sexarbeiter*innen lädt zu der Vernissage „Sex -Workers. Das ganz normale Leben“ von Tim Oehler in die Kulturbäckerei. Der Hamburger Fotograf präsentiert Bilder seines ausdruckstarken Fotobandes „Sex-Workers“ der während der Coronazeit entstanden ist und Sexarbeiter*innen in ehrlichen, niemals voyeuristischen Aufnahmen, zeigt. Die tabuisierte Sexarbeit bekommt ein Gesicht. Respektvoll und offen. Bei der Vernissage wird der Künstler selber und zwei Protagonist*innen anwesend sein und über Erlebtes berichten.

 

„Urteile nicht über ein Leben, dass Du nicht selbst gelebt hast." Das steht in großen Lettern auf einer der Einleitungsseiten und gibt als Grundmotiv die Richtung vor. Jede/r Akteur*in wird im typischen Arbeitsumfeld gezeigt, aber auch Einblicke in das Privatleben sind zu sehen. In sehr persönlichen Texten schildern die Teilnehmer*innen ihre Sicht auf die Sexarbeit und ihr jeweiliges Selbstverständnis in dieser vielfältigen Branche. Sie wünschen sich, dass ihre Perspektive dazu beiträgt, den stigmatisierenden Umgang mit der Sexarbeit zu überwinden. Miteinander reden, nicht übereinander. Das ist der Weg zu mehr Wertschätzung.

 

Ausstellungseröffnung: Podiumsgespräch mit dem Fotografen Tim Oehler und mit 2 Protagonist*innen des Buches: 6.10. um 19 Uhr

 

Ausstellungsdauer: 6.10. bis 29.10. 2022

 

In der Bäckerei, Kulturbackstube, Dreiheiligenstraße 21a, 6020 Innsbruck

Radiosendung von juli 2022 über Sexarbeit in Tirol mit ibus

Seit Oktober 2021 wird regelmäßig einmal im Monat auf FREIRAD eine Sendung der AEP-Informationen ausgestrahlt.

 

Im Juli 2022 ging es zum zweiten Mal um Sexarbeit.

 

Selbstbestimmung von Frauen ist für den AEP (Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft, Innsbruck) ein wichtiges Anliegen. Dies inkludiert auch Sexarbeiter*innen. Sie sollen in ihrer Autonomie und Selbstbestimmung gestärkt werden. Angestrebt werden gesellschaftliche Strukturen, die die Diskriminierung und Stigmatisierung von Sexarbeitenden beenden. Dies geschieht in Vernetzung mit anderen Organisationen in Österreich: die Allianz für Sexarbeiter*innenrechte.


In dieser Sendung wird diese Allianz und ihre Forderungen vorgestellt und es geht darüberhinaus um den Alltag von Sexarbeiter*innen:

 

Open ART Call - Einreichungen bis Ende Oktober 2022 möglich

Radiosendung über Sexarbeit in Tirol

Seit Oktober 2021 wird regelmäßig einmal im Monat auf FREIRAD eine Sendung der AEP-Informationen ausgestrahlt.

 

Im Juni 2022 ging es um Sexarbeit im Allgemeinen und iBUS und Sexarbeit in Tirol im Speziellen:

 

"Die Tätigkeit von iBUS geht jedoch über die rein individuelle Beratung hinaus: Angestrebt werden gesellschaftliche Strukturen, die die Diskriminierung und Stigmatisierung von Sexarbeitenden beseitigt, dies im Rahmen einer Vernetzung mit anderen Organisation in Österreich, der Allianz für Sexarbeiter*innenrecht PRO SEXWORK. Welche Positionen und Debatten werden hier geführt? Was sind die Forderungen? Wie ist die gesetzliche Lage zu Sexarbeit in Österreich? Um welche sozialpolitischen Ziele geht es?"

 

Hier kann man es nachhören:

Die neueste Ausgabe der AEP Infos ist zu Sexarbeit

Für die Selbstbestimmung von Frauen und gegen diskriminierende patriarchale Strukturen: Das sind die leitenden Prinzipien für den AEP in seinen verschiedenen Handlungsfeldern.

 

Seit 2013 findet mit iBUS (www.aep-ibus.at) auch ein Projekt hier seinen Platz, das Sexarbeiter*innen in ihrer Autonomie und Selbstbestimmung stärkt und ein auf deren Bedürfnisse abgestimmtes Angebot an Beratung, Unterstützung und Begleitung anbietet. iBUS möchte aber über die rein individuelle Beratung hinaus wirken: Ziel die Schaffung von gesellschaftlichen Strukturen, die die Diskriminierung und Stigmatisierung von Sexarbeitenden beseitigen. 

 

In der Ausgabe 2/2022 der AEP Informationen findet ihr neben der Darstellung der aktuellen rechtlichen Lage auch Beiträge zu Initiativen für verbesserte Rahmenbedingungen sowie politische Statements. Es kommen Sexarbeiter*innen zu Wort, die ihren Alltag schildern. Die Unterschiedlichkeit ihrer Erzählungen macht deutlich: Sexarbeit ist eine Realität, die von verschiedenen Blickwinkeln heraus betrachtet werden kann, die Meinungen und Positionen dazu variieren je nach Menschenbild und Weltanschauung. Wir bieten in diesem Heft einige Aspekte für eine eigene Meinungsbildung in diesem kontroversiell diskutierten Thema.

 

Mehr Informationen finden Sie hier.

 

Bestellungen bitte an mit der Angabe Zeitschrift Nr. 2 – 2022 an: informationen@aep.at

 


Presseaussendung zum 2. Juni 2022

 

Anlässlich des diesjährigen Internationalen Hurentages, der seit 1975 jedes Jahr am 2. Juni begangen wird, kritisiert PRO SEX WORK - Allianz für Sexarbeiter*innenrechte - bestehend aus den Sexarbeiter*innen-Selbstorganisationen sexworker.at und Red Edition, sowie den Beratungseinrichtungen maiz (Linz), PiA (Salzburg), iBUS (Innsbruck), SXA-Info (Graz) und LEFÖ (Wien) – die stigmatisierende Darstellung von Sexarbeit in den Medien sowie hinterfragenswerte Vorgehensweisen der Exekutive.

 

Wir stellen vermehrt fest, dass derzeit in diversen Medien verunglimpfende Schlagzeilen in Bezug auf Sexarbeit erscheinen: „Freier leben gefährlich, wenn sie die Dienste von Sexarbeitenden in Anspruch nehmen, weil diese die vorgeschriebenen Untersuchungen nicht machen und deshalb nicht frei von Geschlechtskrankheiten sein könnten.“

 

In einem anderen Medium ist zu lesen, dass sich vermehrt Kunden von Sexarbeiter*innen in Wien mit Geschlechtskrankheiten angesteckt hätten. Diese Botschaft wird mit anonymen Anrufen begründet.

 

Die Gefahr der Ansteckung geht laut dieser Pressemeldungen von den Sexarbeitenden aus, die nur durch Untersuchungen geschützt werden können. Freier hingegen können nur sicher sein, dass sie keine Krankheit bekommen, wenn sie die Kontrollkarten der Sexarbeiter*innen überprüfen würden oder, wenn sie ein behördlich genehmigtes Bordell besuchen.

 

Derartige Aussagen verarmen jede Debatte über das Thema und zeigen Missachtung und Ignoranz gegenüber den (meist rassifizierten) Menschen, die in der Sexarbeit tätig sind. Sie haben auch eine gefährliche Nebenwirkung: Sie führen zu Diskriminierung und Stigmatisierung.

 

Die – in Österreich als einzigem Land weltweit – verpflichtenden Untersuchungen, die durch Amtsärzt*innen vollzogen werden, verursachen, dass die Verantwortung für Prävention und Körperhygiene ausschließlich den Sexarbeitenden aufgebürdet wird und blendet aus, dass die Freier mit Selbstbestimmung ausgestattet und für ihre Entscheidungen gleichermaßen verantwortlich sind.

 

Weiter lesen unter Presseaussendungen

 

Nächste iBUS Veranstaltung: Sexarbeit - im Würgegriff von Paragraphen und Vorurteilen

 

Lesung aus dem Buch „Ich bin Sexarbeiterin“ mit anschließendem Gespräch zu aktuellen Problemen in Innsbruck

Das Buch „Ich bin Sexarbeiterin“, das vom Appell „Sexarbeit ist Arbeit“ im Jahr 2020 herausgegeben wurde, gibt Sexarbeitenden eine Stimme, die in den Medien und der Politik oft zu wenig gehört wird. Wie sind die Lebensrealitäten von Sexarbeitenden? Was sind ihre Bedürfnisse? Welche Probleme haben sie? Und wie kann man diese lösen?

Am 1. Juni – am Vorabend des Internationalen Hurentages, dem wichtigsten Tag für die Rechte von Sexarbeitenden – wollen wir einige dieser Stimmen hören und anschließend mit Zeliha Arslan (Die Grünen) diskutieren: wie steht es um die aktuelle politische Diskussion um Sexarbeit in Tirol? Was braucht es, um Sexarbeit selbstbestimmt ausüben zu können?

Am Podium diskutieren die Herausgeberin des Buches Rebecca Angelini (ProCore), Zeliha Arslan (Die Grünen) und eine Mitarbeiterin von iBUS.

Wann? 1. Juni, 19 Uhr
Wo? Stadtbibliothek Innsbruck
Zur Facebook Veranstaltung geht es hier.

 

8. März: Demo und Statement von iBUS


3.3.2022: Internationaler Tag für die Rechte von Sexarbeitenden

Hier finden Sie unsere Presseaussendung zum heutigen Tag für die Rechte von Sexarbeitenden.


Wir fordern mehr Rechte und weniger Kriminalisierung!

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PA Internationaler Tag der Rechte von Se
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Artikel in der Tiroler krone vom 13.2.2022

Wir bedanken uns herzlich bei Jasmin Steiner für die ausführlichen Berichte in der Tiroler Krone.

 

Es ist uns wichtig zu sagen, dass wir legale Sexarbeit in Tirol weiter ermöglichen wollen, um Sexarbeitende aus der Illegalität zu holen. Viele Sexarbeitende wollen einfach nicht in den wenigen Tiroler Bordellen, die es gibt, arbeiten. Die Gründe hierfür sind vielfältig und müssen respektiert werden. Die meisten würden gerne legal und eigenständig arbeiten, stoßen an der derzeitigen gesetzlichen Lage jedoch an unüberwindbare Grenzen. Eine Erlaubniszone würde deshalb einen niederschwelligen Weg aus der Illegalität ermöglichen.

 

Wir begrüßen den Vorschlag der ÖVP, Sexualbegleitung zu ermöglichen, jedoch warnen wir davor, Sexarbeit in gute und schlechte Sexarbeit zu teilen. Die Grenzen zwischen "klassischer" Sexarbeit und Sexualbegleitung sind fließend und deshalb schwierig zu trennen und auch schwierig zu überwachen. Es macht unserer Meinung nach deshalb nur Sinn, Hausbesuche generell zu ermöglichen, so wie es in den östlichen Bundesländern auch der Fall ist.

Tiroler Landtagssitzung vom 10.2.2022

Der Tiroler Landtag hat am 10.2.2022 über Sexarbeit in Tirol, ein Sexkaufverbot und die Finanzierung von iBUS debattiert. Wir bedanken uns für die Anträge der NEOS und der FPÖ sowie auf die breite Zustimmung aller Parteien, ein Sexkaufverbot in Tirol zu verhindern sowie iBUS besser zu finanzieren.

 

Hier kann man die Landtagssitzung nachschauen (ab Min. 41:30):

Anträge der Neos und FPÖ zum Tiroler Landtag

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Antrag der NEOS gegen ein Sexkaufverbot
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Antrag der FPÖ zur besseren Finanzierung von iBUS
Antrag(61).pdf
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Artikel in der Tiroler Krone vom 9.2. 2022

Ask a sexworker - vortrag und fragerunde am 23.6.2021

Wir haben uns sehr gefreut zwei queere Sexarbeiter*innen und Aktivist*innen zu Wort kommen zu lassen. Nach einer Auseinandersetzung mit den verschiedenen Bereichen der Sexarbeit, nötigen Skills und vorhandenen Problemen sind die zwei in Österreich tätigen Sexarbeiter*innen Aaron und Pauli auf die vielen tollen Fragen des Publikums eingegangen. Ein sehr spannender und aufschlussreicher Abend. Trotz Coronaauflagen kamen ca. 70 Besucher*innen.

 

Vielen Dank an alle Beteiligten!

Presseaussendung zum internationalen hurentag, 2. Juni 2021

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Hier finden Sie einen Artikel des Bezirksblattes zu unserer Kundgebung am 2. Juni 2021.

Wandgemälde zum 1. Mai 2021

SEXARBEIT IST ARBEIT

Die Innsbrucker Beratungsstelle für Sexarbeiter*innen (iBUS) hat anlässlich des 1. Mai 2021 im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit wieder ein Wandbild in der Anzengruberstraße erstellt, an der selben Stelle, wo es im Herbst innerhalb von 24h übermalt wurde. Damit wollen wir zeigen, dass sich Sexarbeit sowie die Forderungen nach Rechten für Sexarbeiter*innen, nicht verdrängen lassen. Es ist an der Zeit, Sexarbeitende als selbstbestimmte und selbstständige Arbeitsgruppe anzuerkennen und die entsprechenden rechtlichen Maßnahmen zu setzen, um ihre Position zu stärken.
Warum zum 1. Mai? Der 1. Mai ist der Internationale Tag der Arbeit(srechte) und wird seit über 130 Jahren begangen. Viele Rechte hat die Arbeiter*innenbewegung seither erkämpft, unter anderem den 8h Arbeitstag und das Recht auf gewerkschaftliche Organisation. Doch Sexarbeiter*innen überall auf der Welt kämpfen immer noch für essentielle Arbeitsrechte und dafür, dass sie sich gewerkschaftlich organisieren dürfen. Doch in nur wenigen Ländern wird Sexarbeit als Arbeit anerkannt und ist entkriminalisiert.
Sexarbeit ist in Österreich eine reglementierte legale Beschäftigung, die aber durch viele verschiedene Gesetze (über)geregelt ist. Wir fordern, dass Sexarbeit nur arbeitsrechtlich geregelt sein sollte, so wie alle anderen Berufe auch. Sexarbeit ist in Österreich nur als selbständige Tätigkeit möglich, in Wahrheit handelt es sich aber oft um eine Scheinselbständigkeit, in der Sexarbeiter*innen von den großen Bordellbetreiber*innen abhängig sind. Sexarbeiter*innen müssen bis zu 12h pro Tag arbeiten, das oft 7 Tage die Woche, werden polizeilich registriert und müssen sich alle 6 Wochen einer Pflichtuntersuchung unterziehen. Mit den vielen Pflichten gehen nur wenige Rechte einher und aufgrund der fortwährenden Ungleichbehandlungen fallen Sexarbeitende durch sämtliche Sicherungssysteme.
Die Gruppe der Sexarbeiter*innen ist durch die Auswirkungen der Corona-Krise besonders hart betroffen. Sie haben mit Erwerbslosigkeit und infolgedessen mit Einkommensausfällen sowie Existenzängsten zu kämpfen. Der Großteil der Sexarbeiter*innen erhielt kaum Unterstützungen aus dem Härtefallfonds für Selbständige. Zum einem, weil sie keine eigenen Steuernummern haben, weil viele Bordellbetreiber*innen trotz des seit 2014 bestehenden Verbots unverändert Pauschalsteuern einheben. Zum anderen war bis vor Kurzem bei der Beantragung von Unterstützungen aus dem Härtefallfonds eine österreichische Kontonummer notwendig – da etwa 95 Prozent der Sexarbeitenden in Österreich jedoch Migrationshintergrund haben war dies bei vielen nicht der Fall. Somit bekamen viele der jahrelang in Österreich tätigen Sexarbeitenden keine staatlichen finanziellen Zuwendungen in der Krise obwohl sie wie andere Selbständige auch, Versicherungsbeiträge zahlten und Steuern an den Fiskus abführten.
Die Lage der Sexarbeiter*innen in der Corona-Krise spiegelt die bestehenden Schwierigkeiten in diesem Metier wider. Sexarbeitern*innen soll die Möglichkeit eingeräumt werden, an den für sie relevanten Themen mitwirken zu können. Die Akteur*innen erhalten keine Stimme und keine politische Macht, um ihre Interessen durchzusetzen. Gesetze werden über ihre Köpfe hinweg entschieden. Religiöse, kulturelle und moralistische Vorstellungen, Stereotype, Gefühle und Emotionen übertönen immer wieder die jahrelangen Forderungen von Sexarbeiter*innenselbstorganisationen, Aktivist*innen und Beratungsstellen nach Arbeitsrechten und Entkriminalisierung.

SEXARBEIT IN DER PANDEMIE

Im Rahmen der corona-bedingten kontaktreduzierenden Maßnahmen wurden im März 2020 europaweit Prostitutionsstätten geschlossen und die Ausübung sexueller Dienstleistungen verboten und erst im Juli 2020 wieder erlaubt (mit Sperrstunde). Seit 3. November 2020 dürfen die Sexualdienstleister*innen gemäß der neuen Maßnahmenverordnung wieder nicht der Sexarbeit nachgehen. Wann die Bordelle wieder aufsperren dürfen und die Sexarbeiter*innen wieder arbeiten können, ist weiterhin unklar.
Die Schließungen und das Berufsverbot traf die Branche samt ihrer Akteur*innen mit voller Wucht. Durch die andauernde rechtliche Ungleichbehandlung fallen Sexarbeitende durch soziale Sicherungssysteme, werden als Infektionsüberträger*innen stigmatisiert, zunehmend kriminalisiert und in prekäre Bereiche verdrängt. Im Zuge der Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Pandemie wirkte sich die andauernde rechtliche Ungleichbehandlung gegenüber anderen Berufsbranchen massiv aus. Vielen Sexarbeitenden blieb letztlich nur die Beantragung der Mindestsicherung, der Verbrauch privater Vorsorgen oder die Unterstützung durch Kredite oder Dritte. Wo keine dieser Optionen vorhanden war, sahen sich Sexarbeitende gezwungen, trotz des Verbots in der Sexarbeit tätig zu sein. Hierbei drohten ihnen schon bei Erstverstoß Bußgelder in mittlerer vierstelliger Höhe.
Die derzeitige Verdrängung in die Illegalität hat fatale Folgen: Hier sind Sexarbeitende weitgehend isoliert, verfügen durch finanziellen Druck über geringere Verhandlungsmacht gegenüber Kund*innen und sind der Repression durch die Exekutive ausgesetzt. Dadurch erhöhen sich Abhängigkeiten. Illegales Arbeiten hat immer problematische Folgen. Die Stigmatisierung von Sexarbeiter*innen als Infektionsquellen und Gefährder*innen der öffentlichen Gesundheit hat eine hoch problematische Komponente und historische Kontinuität (Ausbreitung der Syphilis im 19. Jhd, Aids im 20. Jhd). Sexarbeiter*innen müssen immer als Sündenböcke herhalten und man wirft ihnen sogar im 21. Jhd noch vor, sie „gefährden die Volksgesundheit“.
Durch die sich verschärfende Prekarisierung nehmen wir einen drastisch erhöhten Beratungsbedarf wahr, bei zugleich zunehmender Perspektivlosigkeit der individuellen Fälle. Es gibt eine allgemeine Krisenstimmung dieser Zeit, berufliche Planungsunsicherheit, die gesundheitliche Bedrohung durch den Virus und existenzielle Ängste.

SEXARBEIT IST ARBEIT – SOLIDARITÄT STATT REPRESSION

cupiditas - infoblatt von maiz

 

 

 

 

 

 

Das neue Infoblatt der Beratungsstelle Maiz (Linz) ist da.

 

 

 

 

 

Darin gibt es mehrsprachige Infos zu Sexarbeit allgemein und Sexarbeit und Corona spezifisch.

 

 

 

 

 

Schaut rein!

 

 

 

 

 

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17. Dezember - Internationaler Tag gegen gewalt an sexarbeiter*innen

 

Wir, das Netzwerk zur Unterstützung der Rechte von Sexarbeiter*innen in Österreich sind eine seit über zehn Jahren bestehende Gruppe von Beratungsstellen für und Selbstorganisationen von Sexarbeiter*innen in Österreich.

 

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Sexarbeiter*innen machen wir darauf aufmerksam, dass sich die prekäre Situation der Sexarbeiter*innen in Österreich durch die Covid-19-Pandemie deutlich verschärft hat.

 

Sexarbeit ist in Österreich eine legale Tätigkeit, trotzdem sind Sexarbeiter*innen Ungleichbehandlungen und Benachteiligungen ausgesetzt. Im Unterschied zu anderen Selbständigen fallen sie nämlich oft durch sämtliche Sicherheitsnetze und haben kaum Möglichkeiten, staatliche Unterstützungsleistungen in Anspruch zu nehmen.

 

Die Gründe dafür sind einerseits die Vorgehensweise von inländischen Banken, die sich weigern, Sexarbeiter*innen Girokonten zu gewähren.

 

Andererseits müssen viele Sexarbeiter*innen nach wie vor ihre Steuern über Betreiber*innen zahlen und verfügen daher über keine eigene Steuernummer.

 

Ein weiteres Problem für Sexarbeiter*innen sind verdeckte Ermittlungen der Exekutive (Polizeibeamten, die sich als Kunden ausgeben), die bereits vor der Pandemie grobe Menschenrechtsverletzungen darstellten und seit dem ersten Lockdown verstärkt weitergeführt werden.

 

Deshalb fordern wir erneut eine vollständige Entkriminalisierung der Sexarbeit durch die Anerkennung der Rechte von Sexarbeiter*innen aus menschen- und arbeitsrechtlicher Sicht, sowie die Einbeziehung von Sexarbeiter*innen selbst und unseres erfahrenen Netzwerkes in Entscheidungsprozesse, die die Sexarbeit betreffen.

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