aktuelles

ACHTUNG Coronavirus!!!

 

iBUS ist immer für Sie telefonisch erreichbar unter +43 (0) 660 4757 345 und wir beantworten Ihre Fragen auch gerne per e-mail: ibus@aep.at.

 

Alle Bordellbetriebe in Österreich wurden behördlich geschlossen.

Alle Gemeinden in Tirol befinden sich in Quarantäne. 

Hier gibt es Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Quarantäneverordnung in Tirol: 

 

Was ist in Tirol noch erlaubt?

 

 

Bleiben Sie zu Hause und reduzieren Sie ihre Sozialkontakte! Please stay at home and minimise social contact.

 

 

HÄRTEFALLFONDS 

 

Wenn Sie bis vor der Corona-Krise als Selbständige in einem der Bordell-Betriebe in Tirol tätig waren, haben Sie Anspruch auf eine Auszahlung des Härtefallfonds der WKÖ. Bitte melden Sie sich beim unten angeführten Link beim Härtefall-Newsletter der Wirtschaftskammer an, um über neue Entwicklungen informiert zu werden. 

 

Sie können auch gerne iBUS (0660 4757345; ibus@aep.at) kontaktieren wenn Sie bei der Antragstellung Hilfe benötigen. 

 

Durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise sind insbesondere kleine Unternehmen in ihrer Existenz gefährdet. Die Republik Österreich richtet für Ein-Personen-Unternehmen (EPU), Kleinstunternehmen, Neue Selbständige, Freie Dienstnehmer und Non-Profit-Organisationen einen Härtefallfonds ein, der mit 1 Milliarde Euro dotiert wird. Ziel ist es, mit den Förderungen des Härtefallfonds den betroffenen Betrieben und Organisationen durch die Krise zu helfen.

Die WKÖ wickelt diese Förderung im Auftrag des Bundes ohne Kostenverrechnung ab und wird alles unternehmen, dass die Förderwerber rasch und unbürokratisch zu Unterstützungsleistungen kommen. 

Die entsprechenden Förderrichtlinien werden derzeit gemeinsam mit Vizekanzleramt, dem Wirtschafts- und dem Finanzministerium erarbeitet.

 

Melden Sie sich beim Newsletter der Wirtschaftskammer an: Newsletter-Anmeldung

 

 

INFOS ZU CORONA 

 

Wichtige Informationen zum Coronavirus hat der BesD auf seiner Homepage. Die Informationen werden immer wieder aktualisiert.

 

Informationen zu Coronavirus und Sex.

 

Informationen des Roten Kreuzes gibt es hier.

 

What Sexworkers need to know about Covid-19.

 

Magyar

 

Romana

 

http://www.mae.ro/node/51901

 

български

 

Red Edition in vienna is offering help:

feminismus ist...

 

Feminismus ist... Gemeinsame Aktion mit anderen Frauenberatungseinrichtungen in Tirol zum Weltfrauentag am 8. März 2020.

ibus unterzeichnet das feministische manifest zur Unterstützung der rechte von sexarbeiter*innen

 

Als Unterzeichner*innen dieses Manifests bekunden wir unsere Unterstützung für die Selbstbestimmungsrechte von Sexarbeiter*innen und die Anerkennung von Sexarbeit als Arbeit. Weil Frauenrechte, reproduktive Rechte und die Gleichstellung der Geschlechter in ganz Europa und Zentralasien bedroht sind, erklären wir unsere Solidarität mit Sexarbeiter*innen, die mit unzähligen Formen von Gewalt konfrontiert sind: von der strukturellen und institutionellen bis zur körperlichen und zwischenmenschlichen Gewalt. Um die systematische Unterdrückung von Sexarbeiter*innen angehen zu können, fordern wir alle Feministinnen auf, ihre Ressourcen auf die Inklusion von Sexarbeiter*innen und auf die Verstärkung ihrer Stimmen in der Bewegung zu konzentrieren und gleichzeitig aufzuhören, rechtliche Rahmenbedingungen zu unterstützen, die sich als schädlich für die Rechte von Sexarbeiter*innen erwiesen haben.

 

Wir fordern eine feministische Bewegung, die Geschlechterungerechtigkeit in patriarchalischen, kapitalistischen, und rassistischen, weiß dominierten Gesellschaften identifiziert, und die außerdem Trans-Personen und Sexarbeiter*innen einschließt. Unsere Strafjustizsysteme sind repressiv und gewalttätig, und deshalb sehen wir verstärkte Polizeikontrollierung, Verfolgung und Inhaftierung nicht als die einzige Lösung gegen Gewalt an Frauen, Trans-Menschen und die Ungleichheit der Geschlechter. Wir glauben an ein gemeinschaftliches Einschreiten und an eine auf Dauer angelegte Organisation und Mobilisierung gegen Gewalt an Frauen und Trans-Personen in ihrer ganzen Komplexität, einschließlich wirtschaftlicher Benachteiligung und fehlendem Schutz durch soziale Netze und Dienste.

  1. Wir erkennen Sexarbeiter*innen als Expert*innen ihres eigenen Lebens und ihrer Bedürfnisse an. Der Feminismus muss, wie er es immer in der Vergangenheit getan hat, die Handlungsfähigkeit und Selbstbestimmung von Frauen über ihre Arbeit und ihre Körper unterstützen. Sexarbeiter*innen sollten dabei keine Ausnahme sein.
  2. Wir respektieren die Entscheidung von Sexarbeiter*innen, in der Sexarbeit zu tätig zu sein. Als Feminist*innen lehnen wir sexistische und frauenfeindliche Formulierungen ab, nach denen Sexarbeiter*innen “ihre Körper verkaufen” oder “sich verkaufen”. Die Andeutung, dass Sex Selbstaufgabe oder den Verlust von sich selbst oder eines Teiles von sich selbst bedeutet, ist zutiefst unfeministisch. Der Wert von Frauen wird durch Sex nicht reduziert. Wir lehnen außerdem jede Bewertung ab, die darin besteht, dass Sexarbeiter*innen zur “Objektifizierung von Frauen, Sex oder Intimität” beitragen. Wir werden nicht den Sexarbeiter*innen für einen Schaden an Frauen die Schuld geben, sondern dem Patriarchat und anderen unterdrückenden Strukturen.
  3. Wir unterstützen die Berechtigung von Sexarbeiter*innen, Ihre Zustimmung (consent) zu sexuellen Handlungen geben zu können. Die Behauptung, dass consent im Rahmen von Sexarbeit grundsätzlich unmöglich sei, nimmt Sexarbeiter*innen die Möglichkeit, die eigenen Grenzen zu benennen, sowie die Befähigung, gegen Gewalt die Stimme zu erheben. Die Verbreitung der Idee, dass die Kund*innen die Körper von Sexarbeitenden „kauften“ – und somit Sexarbeitenden antun könnten, was immer sie wollen – hat gefährliche und reale Folgen für das Leben von Sexarbeiter*innen. Außerdem kann die generelle Gleichsetzung von Sexarbeit mit Gewalt zu einem harten Durchgreifen der Ordnungsmacht und Polizei gegen Sexarbeit im Namen des Kampfes gegen Gewalt führen – obwohl die Bekämpfung der Sexarbeit den Schutz von Sexarbeiter*innen vor Gewalt tatsächlich verringert.
  4. Wir plädieren für Maßnahmen, die den Opfern von Menschenhandel echte Hilfe und Unterstützung bieten und gleichzeitig den Schutz ihrer Menschen- und Arbeitsrechte in vollem Umfang respektieren. Dementsprechend prangern wir die Vermischung und Gleichsetzung von Migration, Sexarbeit und Menschenhandel in der Politik an. Als Folge dieser Vermischung werden vor allem migrantische Sexarbeiter*innen zum Opfer von polizeilicher Verfolgung, von Razzien, Inhaftierung und Abschiebung. Sie werden so in den Untergrund gedrängt, wo sie in ihrer Arbeit anfälliger für Gewalt und Ausbeutung sind.
  5. Wir kämpfen für die Beseitigung aller Formen von Gewalt gegen Sexarbeiter*innen. Sexarbeit ist selbst keine Form von sexueller Gewalt, aber Sexarbeiter*innen sind aufgrund von Kriminalisierung und Mehrfachdiskriminierungen wie Sexismus, Hurenhass, Homo- und Transphobie, Rassismus und Klassismus besonders anfällig für sexualisierte und häusliche Gewalt. Unterdrückung und Kriminalisierung machen Sexarbeiter*innen anfällig für Übergriffe durch Einzelpersonen, Sozialarbeiter*innen, die Polizei, Einwanderungsbehörden und die Justiz. Die Betrachtung von Sexarbeit als von Natur aus gewaltvoll führt zusammen mit der Verneinung der Zustimmungsfähigkeit von Sexarbeiter*innen dazu, dass Gewalt gegen sie als normal angesehen wird.
  6. Wir arbeiten jeden Tag an der Abschaffung von Misogynie in allen Bereichen des Lebens. Frauenfeindlichkeit ist aber nicht die Ursache von Sexarbeit, sie sondern entsteht in Reaktion auf Handlungen und Entscheidungen von Frauen, ganz gleich ob es um das Tragen von Make-Up, die Entscheidung zu einer Abtreibung oder um Sexarbeit geht. Wir benennen frauenfeindliche Gefühle und Handlungen als das Problem und lehnen gleichzeitig Aufrufe ab, Verhaltensweisen zu ändern oder zu beseitigen, die diese Misogynie angeblich „provozieren“. Sexarbeit abschaffen zu wollen, weil sie angeblich Frauenfeindlichkeit provoziert, bedeutet letztlich, dass man mit jenen einer Meinung ist, die behaupten, dass bestimmte Handlungen von Frauen – wie der Verkauf sexueller Dienstleistungen – grundsätzlich auch Frauenfeindlichkeit verdienen.
  7. Wir respektieren die Rechte von Migrant*innen. Migrant*innen sind mit einem begrenzten Zugang zu Arbeit und oft mit schwierigem oder gar keinem Zugang zu Sozialleistungen konfrontiert. Einige unter ihnen verkaufen sexuelle Dienstleistungen aufgrund stark eingeschränkter Optionen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Die Kriminalisierung von Kund*innen und andere Formen der Kriminalisierung von Sexarbeit setzen Sexarbeiter*innen der ständigen Bedrohung durch Polizeigewalt, Verhaftung und Abschiebung aus und verweigern ihnen das Anrecht, sich gerichtlich zu wehren oder Schadenersatz zu erstreiten. Die Kriminalisierung der Kund*innen nimmt ihnen das Einkommen aus der Sexarbeit, ohne ihnen gleichzeitig Alternativen für ihr Überleben zu bieten.
  8. Wir unterstützen LGBT-Rechte. Die Zurückweisung von LGBT-Menschen durch ihre Familien und vorhandene Hindernisse beim Zugang zu Bildung und Beschäftigung in cissexististischen und heteronormativen sozialen Strukturen führen dazu, dass Sexarbeit für LGBT-Menschen oftmals eine von wenigen Möglichkeiten für Einkommen und Arbeit darstellt, vor allem für Transfrauen. Gesetze gegen Sexarbeit bringen LGB und Trans-Menschen keinen Nutzen, da sie die komplexen Aspekte ihrer sozialen Ausgrenzung ignorieren. Hiervon sind Transfrauen besonders betroffen, da Gesetze zur Kriminalisierung von Sexarbeit allzu oft auch dazu genutzt werden, um dieser Gruppe von Personen nachzustellen und sie zu verfolgen, mitunter sogar ganz unabhängig davon, ob die betroffene Person überhaupt ein*e  Sexarbeiter*in ist.
  9. Wir fordern die vollständige Entkriminalisierung von Sexarbeit. Es gibt deutliche Belege dafür, dass das schwedische Modell und alle anderen Formen der Kriminalisierung von Sexarbeit Sexarbeiter*innen schaden. Das schwedische Modell drängt sie in die Armut, schwächt ihre Verhandlungsposition mit Kund*innen, bestraft sie, wenn sie zur eigenen Sicherheit zusammen arbeiten, vertreibt sie aus ihren Wohnungen und führt zu ihrer Abschiebung. Indem sie ihnen eine Organisation als Arbeiter*innen ermöglicht, reduziert eine Entkriminalisierung die Verletzlichkeit von Sexarbeiter*innen für ausbeuterische Arbeitspraktiken und Gewalt.
  10. Wir sprechen uns gegen die zunehmende Prekarisierung von Frauen im Arbeitsleben aus. Frauen auf der ganzen Welt, einschließlich Sexarbeiter*innen, gehen Beschäftigungen nach, die schlechter bezahlt und unsicherer sind. Sie arbeiten unter ausbeuterischen Bedingungen – von kriminalisierter Arbeit, Saison- oder Aushilfsarbeit zu Heim- und Zeitarbeit, zur Beschäftigung als Subunternehmer, Freiberufler*innen oder (Schein-)Selbständige. Sexarbeit im Besonderen weist Ähnlichkeiten mit den Pflege- und Betreuungsberufen auf, da sie hauptsächlich von Frauen ausgeführt wird, besonders oft von Frauen mit migrantischem Hintergrund oder Frauen of Colour. Für Arbeiter*innen in Pflegeberufen gilt genau wie für Sexarbeiter*innen, dass sie oftmals nicht dieselben Schutzrechte genießen wie Arbeiter*innen in Berufen, die eher männlich besetzt sind. Der Einsatz für die Rechte von Sexarbeiter*innen muss daher ihre Arbeitsrechte betonen und muss prekäre Arbeitsbedingungen und Ausbeutung in der Sexindustrie genauso ansprechen, wie er die rechtlichen Rahmenbedingungen fordern muss, um Sexarbeiteri*nnen dieselben Rechte wie anderen Arbeiter*innen zu verschaffen.
  11. Wir fordern die Einbeziehung von Sexarbeiterinnen in die feministische Bewegung. Ihre Einbeziehung bringt unschätzbare Einsichten, Energie, Vielfalt und Erfahrung bei der Mobilisierung in unsere Bewegung und zwingt uns außerdem, uns mit unseren Vorurteilen über Geschlecht, Klasse und „Rasse“ auseinander zu setzen. Sexarbeiter*innen gehörten zu den ersten Feminist*innen der Welt und unsere Gemeinschaft ist ohne sie unvollständig und geschwächt.

Unterzeichnen Sie das Manifest hier.

Diskussionsabend: Ist Sexarbeit Arbeit? 3.3.2020

 

Die Beratungsstelle iBUS und die Veran-staltungsreihe Wie Wir Leben Wollen laden zu einem spannenden Abend ein:

 

Am 3. 3. 2020 – dem Internationalen Tag für die Rechte von Sexarbeiter*innen – referiert die marxistische Sexarbeiterin Mademoiselle Ruby über die widersprüchliche Einstellung des Marxismus zu Sexarbeit. Ausgangspunkt ihres Impulsvortrags wird das Zitat von Marx sein:

 

"Prostitution ist nur ein besonderer Ausdruck der allgemeinen Prostitution des Arbeiters" (1)

 

Ist Sexarbeit Arbeit? Sind Sexarbeiter*innen Teil der Arbeiter*innenklasse?

 

Nach ihrem Impulsvortrag wollen wir am Podium diskutieren, warum das Thema Sexarbeit auch für österreichische Parteien und Gewerkschaften so schwierig ist.

 

Warum ist Sexarbeit in Österreich nicht als Gewerbe anerkannt obwohl sie das „älteste Gewerbe der Welt“ ist? Sind Kämpfe von Sexarbeiter*innen Arbeitskämpfe? Warum gibt es in Österreich keine gewerkschaftliche Organisation von Sexarbeiter*innen?

 

Am Podium diskutieren dazu ein Vertreter von sexworker.at, ein Arbeitsrechtsexperte des ÖGB und die Juristin und ehemalige Soziallandesrätin Christine Baur.

 

 

Mademoiselle Ruby ist Sexarbeiterin in Deutschland im BDSM-Bereich. Als Aktivistin beschäftigt sie sich zudem mit Feminismus, Internationalismus und der Geschichte der Hurenbewegung.

 

Christian Knappik ist der gewählte Sprecher des Forums sexworker.at, welche als Selbstorganisation fungiert. Er war schon mehrere Male bei uns auf Besuch und begeistert immer wieder seine Zuhörer.

Christine Baur ist Juristin, ehemalige Tiroler Soziallandesrätin (Die Grünen) und eine Vorstandsfrau des 
AEP.

Marc Deiser ist Arbeitsrechtsexperte beim ÖGB Tirol.

 

Wann? 3.3.2020 19 Uhr

Wo? Die Bäckerei, Kulturbackstube, Dreiheiligenstraße 21a

 

  (1) K. Marx, Ökonomische und philosophische Manuskripte, 1844.

Kinoabend Vulva 3.0, 20.11.2019

Die feministische FrauenLesbenVernetzung Tirol lädt zu folgender Veranstaltung ein:

 

VULVA 3.0

- ZWISCHEN TABU UND TUNING


Anschließend: Diskussion mit der Regisseurin Ulrike Zimmermann

 

Wann? Mittwoch 20.11. um 20.10 Uhr
Wo? LEOKINO

Wir leben in hochsexualisierten Zeiten, in denen Presse, Werbung und Fernsehen jederzeit nackte Frauen mitsamt ihren Geschlechtsteilen zeigen. Doch der Umgang mit dem eigenen Körper ist für viele Frauen immer noch schambehaftet. Vielleicht tragen auch die wenig schmeichelhaften Bezeichnungen „Schamlippen” und „Schamhaare” dazu bei. In der Öffentlichkeit sehen wir eine retuschierte, entindividualisierte Anatomie, die die Attraktivitätsstandards der Pornoindustrie widerspiegelt. Das Idealbild der glatten, brötchenförmigen Vulva mit gleichmäßigen Labien hat jedoch wenig Ähnlichkeit mit der tatsächlichen Gestalt des weiblichen Geschlechtsteils. Die daraus resultierende Unsicherheit vieler Frauen über den eigenen Körper hat die Intimchirurgie als lukratives Geschäftsmodell entdeckt, sie bietet normierte Scheiden, operativ erzeugt. Mit ihrer umfangreichen und sachlichen Recherche zur Geschichte dieses Teils der weiblichen Anatomie im 21. Jahrhundert durchleuchten die Regisseurinnen sämtliche Aspekte des Themas, vom Aufklärungsunterricht bis zur Zensur, vom Retuschieren „unförmiger” Schamlippen in pornografischen Bildern bis zu der Arbeit von Aktivist*innen gegen Genitalverstümmelung – und feiern damit die Vielfalt weiblicher Körper.

Deutschland/Kanada 2014


Regie: Claudia Richarz & Ulrike Zimmermann;
Buch: Ulrike Zimmermann; Kamera: Claudia Richarz; Schnitt: Daniela Boch & Antje Lass; Musik: Roland Musolff;
Mitwirkende: Laura Meritt, Angelika Beck, Claudia Gehrke, Ulrich Grolla, Mithu Sanyal u.a.; (DCP; Farbe; 79min).

 

Ab 16 Jahren

Sex work movie night und vernissage, 23.10.2019

Die Beratungsstelle iBUS lädt zu einem Abend im Zeichen der Sexarbeit ein: Film Screening, Vortrag und Vernissage der Videoinstallation "Staat. Körper. Widerstand"

Es werden zwei Dokumentarfilme "Wo Sexarbeiter*innen keine Rechte haben" und "The war on whores" (Eng. ohne Untertitel) gezeigt sowie eine Videoinstallation der Künstlerin Christina Egger präsentiert.

Ein besonderer Gast dieser Veranstaltung wird JOSEFA NEREUS sein. Sie ist Video-Bloggerin und Sexarbeiterin aus Hamburg und wird dem Publikum zwischen den beiden Dokumentarfilmen einen kleinen Input zum Thema Sexarbeit geben und offeneFragen beantworten.

Mehr Infos zu den Filmen und der Videoinstallation:

STAAT.KÖRPER.WIDERSTAND - Die Videoarbeit beinhaltet die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Ebenen rund um das Thema Sexarbeit. In der Installation wird der Mythos hinterfragt, der in der gesellschaftlichen Wahrnehmung durch verschiedene Zeichensysteme seinen Ausdruck findet. Es handelt sich um eine dokumentarisch-fiktive Re-Inszenierung von öffentlichen Symbolen und Metaphern bezüglich Bewegung und Raum in denen sich Stigmatisierungen konstruieren. In der Soundinstallation wird die Selbstbestimmung und der Widerstand von Sexarbeiter*innen in Alltagscodes integriert. Die mehrdimensionale Installation konfrontiert das Publikum mit staatlichen Machtmechanismen sowie mit den eigenen Denkkategorien

WO SEXARBEITER*INNEN KEINE RECHTE HABEN - Ovidie. 55 min. Original mit deutschen Untertiteln
Von einigen Seiten wird das schwedische Model zur Prostitution als bahnbrechend bezeichnet. Das es auch eine ziemlich kontroversielle Seite hat, zeigt dieser Film. In Schweden ist Prostitution seit 1998 nicht mehr legal. Freier werden mit einer Strafe verfolgt, Kunden für Sexkauf kriminalisiert und gegen die Prostituierten, die laut Gesetz eigentlich straffrei bleiben, wird häufig das Druckmittel des Kindesentzugs eingesetzt. Sie sind quasi rechtelos. Jasmine, die zu einer Symbolfigur wurde, kostete diese Maßnahme das Leben.

THE WAR ON WHORES - Paul Johnson, 59 min. English - no subtitles.
Is it anyone’s business if consenting adults want to pay or accept money for sex? Sex worker and author Maggie McNeill tells her startling tale about the persecution of sex workers based on the false assumption that most of them are exploited victims of pimps and traffickers. Her movement is challenging these assumptions and the powerful political and cultural forces behind them.

Wann: 23.Oktober 2019, ab 19 Uhr (pünktlich)
Wo: Die Bäckerei, Dreiheiligenstraße, 6020 Innsbruck

Diese Veranstaltung wird im Rahmen des von der TKI open 19 geförderten Projektes "Sex Publica" veranstaltet.

WANDGEMÄLDE - BEGEHRT UND VERDRÄNGT

Im Rahmen des von der TKI 19 geförderten Projekts “Sex Publica. Öffentliche(r) Sex(ualität)” und der freundlichen Genehmigung der ÖBB hat iBUS in den letzten Tagen ein Wandgemälde an der Bahnunterführung Mitterweg gestaltet.

 

Das Bild stellt die gesellschaftliche Doppelmoral im Umgang mit Sexarbeit dar. Früher standen hier Sexarbeiter*innen, jetzt arbeiten diese im Versteckten und unsichtbaren Bereich. Das Bild zeigt 4 Frauen mit rotem Regenschirm, der symbolisch für die Sexarbeiter*innenbewegung steht, welche für die Anerkennung von Sexarbeit als Arbeit und gegen die Stigmatisierung von Sexarbeit kämpft.

 

Innsbruck, am 17.7.2019