Gewerkschaften

Die Gewerkschaftsbewegung ist in Österreich historisch stark und deshalb gibt es in Österreich auch bessere Arbeitsbedingungen als in den meisten anderen Ländern.

 

Gewerkschaften verhandeln Mindestlöhne, die jährliche Indexanpassung, die Kollektivverträge für die einzelnen Branchen und vieles andere. Außerdem bieten Sie Beratung und Rechtsschutz bei Verhandlungen mit der/m Arbeitgeber/in (z.B. Einklage des ausstehenden Lohns etc).

 

Wir von iBUS empfehlen daher, Gewerkschaftsmitglied zu werden. Je mehr Mitglieder eine Gewerkschaft hat, desto mehr Handlungsmacht hat sie. Da Sexarbeit in Österreich jedoch gesetzlich als "Neue Selbstständigkeit" geregelt ist, ist dies nicht wirklich möglich. Wir wissen allerdings auch, dass es sich in vielen Fällen bei der Arbeit in Bordellen um Scheinselbständigkeit (z.B. wenn Arbeitszeiten und Arbeitsmethoden vorgegeben werden) handelt. In diesen Fällen kann man sich doch an Gewerkschaften wenden:

 

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) ist der Dachverband der Gewerkschaften. Die Tiroler Sektion finden Sie hier.

 

Am ehesten zuständig für Sexarbeiter*innen sind folgende Gewerkschaften:

 

- Die Gewerkschaft für Privatangestellte (GPA). Die Tiroler Sektion finden Sie hier.

 

- Die Gewerkschaft Vida. Die Tiroler Sektion finden Sie hier.

 

- Die Gewerkschaft für EPUs, VidaFlex, sieht sich auch für Sexarbeit zuständig.

 

Hier gibt es viele Infos für Neue Selbstständige und EPUs.

 

Es gibt auch die Möglichkeit, Fälle von Scheinselbständigkeit bei der Krankenkasse zu melden. Wenn Sie sich nämlich tatsächlich in einem Angestelltenverhältnis befinden, so ist der Arbeitgeber verpflichtet, ihre Krankenkasse zu bezahlen. Dadurch hätten Sie auch Anspruch auf Krankengeld, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Karenzgeld sowie eine Pensionsversicherung.